Kapuzenerlebnisse als Kind

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Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

Beitragvon JeansParka » Sa 21. Okt 2017, 07:17

Jetzt fallen mir doch (noch) mehrere Beobachtungen ein, wo die Kapuze gerne und ohne offensichtlich mulmiges Gefühl getragen und auch zugebunden wurde. Wahrscheinlich ist es so, dass ich da erstmal mehr nach eigener Stimmungslage geschaut habe und um so mehr ich schreibe und lese, desto mehr fällt mir ein.
Ich erinnere mich an eine Schiffahrt bei einem Nordseeurlaub. Da war auch eine Mutter mit Tochter an Bord. Die Tochter war so etwa 14. Die beiden kamen offensichtlich aus Bayern und waren noch nicht oft an der Nordsee. Jedenfalls ging aus ihrem heiteren Geflachse hervor, dass sie sich wohl gerade spontan ihren ersten Friesennerz gekauft hatten, weil man den eben hier trägt und er dazu gehört. Wie gesagt, sie waren heiterer Stimmung und als das Schiff aus dem Hafen auslief, meinte die Mutter "jetzt müssen wir auch die Kapuze aufsetzen und zubinden." Beide taten das, zogen die Bänder stramm und schnürten sie recht fest zu. Dabei lachten sich fast kaputt und so und auch in dieser Stimmung verbrachten beide die ganze Fahrt. Das war noch in den 70ern. Die meisten unbefangenen Beobachtungen kommen aber mehr aus den frühen 80ern. In meiner Ausbildung im Büro hatten wir auch eine Azubine, die vielleicht zwei Jahre jünger war als ich. Im ersten Winter, wo sie bei uns war (mit 16) ging sie Mittags oft raus. Dann zog sie sich ihren blauen Anorak über, setzte die Kapuze auf und schnürte sie vorne fest zu, völlig selbstverständlich und heiterer Stimmung.
Ich spielte damals auch Fußball. Wir hatten einen etwas älteren Spieler in der Mannschaft, der kam immer mit seiner Familie - heißt Frau und zwei Kinder - zu den Spielen auf dem Sportplatz. Dort gab es genug Spielmöglichkeiten für die Kinder, die damals wohl so 7 und 4 wahren. zuerst wurden immer die Kinder zum Spielen zurecht gemacht und das hieß in der kälteren Jahreszeit, eigentlich ab Herbst: Anorak an, Kapuze auf und fest zugebunden. Erst dünnere Jacken, wenn es kälter wurde dickere und irgendwann kam dann auch die Mütze unter die Kapuze. Für die Kinder (Mädchen) schien das ganz normal und selbstverständlich zu sein. Sie ließen sich immer bereitwillig die Kapuze zubinden und verloren sich in ihrem Spiel, die ganzen zwei bis drei Stunden. Ich habe nie gesehen, dass sie etwas gegen die Kapuze oder das zubinden einzuwenden hatten.
Schließlich habe ich mal eine Mutter mit Tochter beim Einkaufen beobachtet. Das Mädchen war so etwa 13. Sie kamen aus einem Geschäft und es hatte wohl angefangen zu regnen. beide setzten sich sofort die Kapuzen ihrer gelben Originalfriesennerze auf. Die Tochter wollte schon weiter gehen, da rief die Mutter sie zu sich, rückte ihr die Kapuze zurecht, zog die Bänder stramm und schon saß vorne die Schleife. Für die Tochter schien das kein Problem und ich hörte wie sie fragte:"wann muss denn die Kapuze zugebunden werden?" Die Antwort konnte ich dann nicht verstehen und die Tochter antwortete:"Also eigentlich immer"..und die Mutter sagte daraufhin:"Im Grunde Ja!" Ich konnte zwar nicht die Gefühle des Mädchens lesen, aber sie schien mit der Antwort zufrieden zu sein und nahm sie recht selbstverständlich entgegen. Dann gingen beide weiter, die Tochter mit zugebundener Kapuze, die Mutter mit locker aufgesetzter Kapuze.
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Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

Beitragvon PlueschbabyCD » Sa 21. Okt 2017, 12:40

Hallo,
wohl zumindest letzten Fall hat die Mutter ihr Tochter wohl Grund genannt der wohl damals für Tochter nachvollziehbar war.Ob das heute noch immer ist die Frage. Was mich an Lax Beispiel mit der interessiert hätte wäre wie die Mutter neben der Tochter noch ein Sohn gehabt hätte ob, die Beiden wirklich gleich behandelt hätte oder ob sie die Tochter strenger behandel hätte. Da man der ja ein hoher Schutzbedürftigkeit zugeschrieben hätte.

Vielleicht hat es Mutter auch nur so gemacht, selbst kein Vater oder Verwandter dabei war, weil wusste das wenn die Tochter krank wird man ihr die Schuld gibt unabhängig ob sie wirklich was dafür kann.

Sie kann ja eben auch als Kind mal krank geworden, seinen und erlebt wie dann ihr Mutter Vorwürfe bekommen hat, weil ihr Tochter nicht warm genug angezogen hatte.
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Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

Beitragvon Lax » Sa 21. Okt 2017, 13:25

Hi,
das mag ja alles möglich sein. Aber ich denke es war auch Faulheit. Sie hat ihre Tochter einmal angezogen und gut verpackt, dass bleibt dann so.
Ich kann mich gut erinnern wenn ich zum Einkaufen mit mußte. Wir sind dann in mehreren Geschäften gewesen. Da hat man mich auch nicht gefragt.
Da blieb ich auch so zugebunden. Inklusive der Handschuhe, nur das Mädchen von dem ich erzählt hatte trug ja noch was drunter.
Unter der dicken Daunen kapuze hatte sie den Kapuzenpullover, da drunter eine Schlupfmütze.
Aber es war ein total liebes ruhiges Mädchen. Die wurde dann genauso angezogen. Sie sah so verpackt aber knuffig aus.
Grüße aus dem Norden
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Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

Beitragvon PlueschbabyCD » Sa 21. Okt 2017, 21:12

Das im Geschäft vergessen hat oder weil das nicht lange dauert Arbeit sparen wollte kann ja sein. Ich bin ja jetzt nicht so man es absichtlich gemacht weil eben will das sie sich so verhalt wie es gemacht hat.
Wobei ich von andren auch gehört das eben wohl gemacht nach Motto wenn es die Mutter so will müssen sie es ertragen lernen ohne zu motzen. Wobei ich mich eben mir erinner kann das bei mehreren Geschäften fast umgekehrt war, weil meinten das es schädlich wäre wenn Dirnen dann schwitze und bei raus kommen, dann dadurch mehr freien würde. Wobei ich in Mitte 70er geboren wurde so mein Kindheit bis früheren 80er hatte. Übrig auch ich Parker mit Fellfutter raus nehmen geliebt. Heute da bei mir Zwiespalt das sie gern anziehen würde wenn durchgehendes Fellfutter haben aber wenn wenn Militärgrüne oder in Camouflage ablehne weil ja mit Arme was zu tun haben.
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Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

Beitragvon Besucher » Sa 28. Okt 2017, 22:44

PlueschbabyCD hat geschrieben: Übrig auch ich Parker mit Fellfutter raus nehmen geliebt. Heute da bei mir Zwiespalt das sie gern anziehen würde wenn durchgehendes Fellfutter haben aber wenn wenn Militärgrüne oder in Camouflage ablehne weil ja mit Arme was zu tun haben.


Bei mir blieb das Fell- bzw. Plüschfutter sehr lange im Parka. Nur im Sommer kam es raus, wo ich ihn sowieso kaum an hatte. Und wenn ich ihn an hatte, dann war es überwiegend so, dass mein Kopf in der fest zugemachten Kapuze steckte - mit Mütze drunter oder solo. Das Fell spürte ich natürlich nur ohne Mütze.
So mochte ich auch einen warm wattierten Anorak sehr gern, weil er eine Plüsch gefütterte Kapuze hatte. Ich kann mich noch daran erinnern - da war ich schon älter - dass ich sogar Anfang August an einem Morgen, weil es kühl war, diesen Anorak anzog und mir die Plüschkapuze aufsetzte.
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